Philipp Steglich Websites für kleine Betriebe

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Was auf die Startseite deines Betriebs gehört

Von Philipp SteglichStand:

Die Startseite deiner Website hat eine Aufgabe: Die Fragen beantworten, mit denen jemand gerade zu dir kommt. Das sind erstaunlich wenige, und sie sind in fast jeder Branche dieselben. Hast du heute offen? Wie erreiche ich dich? Wo bist du? Was gibt es, und was kostet es? Wie sieht es bei dir aus? Hier gehe ich die fünf Punkte durch, zeige, was in einzelnen Branchen dazukommt, und gebe dir einen Website-Check, den du in einer Minute am Handy machen kannst.

Die fünf Dinge, die jede Startseite braucht

Erstens die Öffnungszeiten von heute, ganz oben und ohne Scrollen sichtbar, mit Sonderzeiten, wenn es welche gibt. Zweitens der Kontakt: die Telefonnummer als Knopf, der beim Tippen wählt, und wenn du es anbietest, WhatsApp. Drittens die Adresse als Text plus ein Link, der die Karten-App öffnet. Viertens das Angebot mit Preisen, auf dem Handy ohne Zoomen lesbar, als Text und nicht als Foto. Fünftens echte Fotos vom Betrieb statt Symbolbildern.

Alles andere ist Kür: Team, Geschichte, Bewertungen, Social-Links. Es darf auf die Startseite, aber unter die fünf Punkte, nicht darüber. Die häufigste Schwäche von Startseiten ist nicht, dass etwas fehlt, sondern dass das Wichtige unter einem großen Begrüßungsbild, einem Willkommenstext und einer Bildergalerie begraben liegt.

Die Reihenfolge: erst Fakten, dann Stimmung

Stell dir vor, jemand steht im Regen vor deiner Tür und öffnet deine Website, um zu sehen, ob du gleich aufmachst. Was muss diese Person als Erstes sehen? Diese Frage beantwortet die Reihenfolge der Startseite. Oben ein kurzer Satz, was du bist und wo, dann die Zeiten, dann Anrufen und Adresse. Darunter das Angebot in Kurzform mit Link zur ganzen Karte oder Preisliste. Dann Fotos und ein paar Sätze zu dir.

Ein Begrüßungstext wie Herzlich willkommen auf unserer Website sagt nichts. Schreib stattdessen in einem Satz, was es bei dir gibt und für wen: Frühstück, Kuchen und ein ruhiger Tisch mitten in der Altstadt. Wie du den Text über dich selbst kurz hältst, steht weiter unten.

Was in einzelnen Branchen dazukommt

Café und Restaurant: die Karte oder ein Auszug mit Preisen, ob es Frühstück, Mittagstisch oder Kuchen gibt, ob man reservieren kann und wie, Hinweise zu Terrasse, Hunden und Kinderwagen. Mehr dazu auf der Seite Websites für Cafés und Websites für Imbiss und Restaurant.

Friseur und Barbershop: die Preisliste mit Dauer, ob man ohne Termin kommen kann, wie man einen Termin bekommt, und wer im Team schneidet. Mehr auf der Seite Websites für Barbershop und Friseur.

Werkstatt und Handwerk: Hier klärt Kundschaft vor dem Anruf drei Fragen. Machst du das? Also Leistungen konkret, mit Beispielen statt alle Arbeiten. Kommst du zu mir? Also Einsatzgebiet mit Orten, bei einer Werkstatt die Adresse mit Anfahrt und Einfahrt. Wann erreiche ich dich? Also Zeiten, Anrufknopf und ein Satz zum Rückruf, wenn niemand abhebt. Dazu Fotos eigener Arbeiten, Personen und Häuser von Kunden nur mit deren Einverständnis. Mehr auf der Seite Websites für Werkstätten.

Für alle mit Gästen von außerhalb: die Anfahrt zu Fuß vom Bahnhof, die nächste Haltestelle, Parken und wo genau der Eingang ist. Wer zum ersten Mal kommt, sucht das unterwegs am Handy.

Der Text über dich: vier Sätze reichen

Viele Über-uns-Texte sagen viel und erzählen wenig. Vier Sätze reichen für den Anfang. Wer du bist: Name und seit wann. Was du machst und für wen. Was dir wichtig ist, mit einem konkreten Beispiel statt dem Wort Qualität. Und wie man dich erreicht, wann und auf welchem Weg. Schreib sie so, wie du es einem Gast am Tresen sagen würdest, und lass alles weg, was auf jeder zweiten Website steht.

Website-Check in einer Minute, am Handy

Öffne deine Website auf dem Handy, nicht am Computer, und geh die Fragen durch. Lässt sie sich ohne Zoomen lesen? Stimmen die Öffnungszeiten, auch für den nächsten Feiertag? Kann man mit einem Tipp anrufen? Steht oben, was du anbietest und wo? Beginnt die Adresse mit https:// und warnt der Browser nicht mit „Nicht sicher“? Sind Impressum und Datenschutzerklärung mit einem Blick zu finden?

Geschäftliche Websites brauchen in der Regel ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Was genau hineingehört, ist ein allgemeiner Hinweis und keine Rechtsberatung; die Vorgaben klärst du mit deiner Kammer oder einem Anwalt. Für die Lesbarkeit gibt es einen eigenen Ratgeber: Website auf dem Handy lesbar machen.

So läuft es bei mir

Meine Websites folgen dieser Reihenfolge: Zeiten, Kontakt, Weg, Angebot, Fotos. Zwölf Beispiel-Websites zeigen unter Beispiele, wie das für ein Café, einen Imbiss, einen Friseursalon oder eine Werkstatt aussieht. Deine kostenlose Vorschau für den eigenen Betrieb kommt in 24 Stunden.

Checkliste für die Startseite

  • Öffnungszeiten von heute ganz oben, mit Sonderzeiten.
  • Telefonnummer als Anrufknopf, WhatsApp wenn gewünscht.
  • Adresse als Text plus Link zur Karten-App.
  • Angebot mit Preisen als Text, auf dem Handy ohne Zoomen lesbar.
  • Echte Fotos vom Betrieb, keine Symbolbilder.
  • Ein Satz, was du bist und wo, statt Willkommenstext.
  • Branchenspezifisches: Reservierung, Terminweg, Einsatzgebiet, Anfahrt.
  • Über dich in vier Sätzen.
  • HTTPS mit Schloss-Symbol, Impressum und Datenschutz leicht zu finden.

Häufige Fragen

Brauche ich mehr als eine Seite?

Für viele kleine Betriebe reichen eine Startseite und zwei bis drei Unterseiten: Karte oder Leistungen, Über uns oder Der Ort, Kontakt mit Anfahrt. Mehr nur, wenn es wirklich Inhalt dafür gibt.

Soll ich Bewertungen auf der Startseite zeigen?

Ein Link zu deinem Google-Profil ist unkompliziert. Eingebettete Bewertungs-Widgets übertragen Daten an Dritte und brauchen einen Hinweis in der Datenschutzerklärung. Mehr dazu im Ratgeber zu Google-Bewertungen.

Was, wenn meine bisherige Website das alles nicht hat?

Dann weißt du jetzt, was fehlt. Entweder ergänzt du es bei deinem bisherigen Anbieter, oder du schaust dir eine kostenlose Vorschau für deinen Betrieb an. Zahlen musst du erst nach deiner Abnahme, direkt vor dem Livegang.

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