Philipp Steglich Websites für kleine Betriebe

Inhalt deiner Website5 Min. Lesezeit

Speisekarte und Preisliste online: lesbar, aktuell, als Text

Von Philipp SteglichStand:

Was gibt es, und was kostet es? Das will jeder wissen, bevor er zu dir kommt, ob im Café, im Restaurant oder beim Friseur. Trotzdem ist die Karte auf vielen Websites ein abfotografiertes Blatt oder ein PDF zum Herunterladen. Auf dem Handy heißt das: zoomen, schieben, aufgeben. Hier erkläre ich, warum die Karte als Text gehört, wie du sie aufbaust und wie du sie ohne großen Aufwand aktuell hältst. Für Gastronomie und für Preislisten im Salon oder in der Werkstatt gelten dabei dieselben Grundsätze.

Warum Foto und PDF nicht reichen

Ein Foto der Karte ist schnell gemacht und sieht auf dem Computer manchmal sogar gut aus. Auf dem Handy wird es zu einem winzigen Bild, in das man hineinzoomen muss, um einen Preis zu lesen. Ein PDF ist kaum besser: Es öffnet sich oft in einem eigenen Programm, lädt langsam im Mobilfunknetz und lässt sich nicht an die Bildschirmbreite anpassen. Beides kann außerdem von Suchmaschinen schlechter gelesen werden; wer nach Mittagstisch und deinem Ort sucht, findet dann nicht dein Gericht, sondern nichts.

Als Text auf der Seite passt sich die Karte jedem Bildschirm an, lässt sich durchsuchen, vorlesen und kopieren. Und eine Preisänderung ist eine Zeile Text, kein neues Foto.

Der Aufbau einer Karte, die man lesen kann

Ordne die Karte in Gruppen, so wie du sie auch gedruckt ordnest: Frühstück, Mittag, Kuchen, Getränke; oder Haare, Bart, Kombis; oder Inspektion, Reifen, Klima. Innerhalb der Gruppe steht jedes Gericht oder jede Leistung in einer Zeile: Name, eine kurze Beschreibung, Preis mit Euro-Zeichen. Preise rechts, bündig untereinander, dann findet das Auge sie sofort.

Beschreibungen kurz halten. „Hausgemachter Kartoffelsalat mit Gurke und Dill“ ist genug; die Geschichte des Rezepts gehört in einen anderen Text. Bei Friseur und Kosmetik hilft die Dauer in derselben Zeile: „Herrenschnitt, 30 Minuten, 28 €“ (Beispiel). Dann weiß die Kundschaft, was sie an Zeit einplanen muss, bevor sie anruft.

Markiere Vegetarisches, Veganes und Ähnliches immer mit demselben kurzen Kürzel und erkläre die Kürzel einmal am Anfang. Hinweise zu Allergenen und Zusatzstoffen gehören gut auffindbar zur Karte; welche Angaben für deinen Betrieb vorgeschrieben sind, klärst du bei der zuständigen Stelle. Das ist keine Rechtsberatung.

Ab-Preise und Preisspannen erklären

Ab-Preise sind erlaubt und oft unvermeidlich, zum Beispiel beim Färben nach Haarlänge oder bei Reparaturen nach Aufwand. Schreib aber dazu, wovon der Preis abhängt: „Färben ab 65 €, je nach Haarlänge, Endpreis nach Beratung“ (Beispiel). Eine Preisspanne von bis ist für viele hilfreicher als ein nackter Ab-Preis. Was sich nicht pauschal sagen lässt, bekommt einen Satz und einen Anrufknopf: „Preis nach Besichtigung, ruf kurz an.“

Direkt unter der Liste gehört der Weg zur Buchung oder Bestellung: Anrufknopf, WhatsApp, Link zu deinem bestehenden Terminsystem. Wer gerade die Preise gelesen hat, ist genau jetzt bereit, Kontakt aufzunehmen.

Mittagskarte und Saisonkarte: Wechsel ohne Chaos

Die wöchentliche Mittagskarte scheitert meist nicht am Schreiben, sondern am Rhythmus. Deshalb: ein fester Ort auf der Website, oben im Menü verlinkt, und jede Woche derselbe Aufbau mit Tag, Gericht, Preis. In der Story und im Google-Profil nur ein kurzer Hinweis Neue Mittagskarte online mit Link. Die Story ist nach 24 Stunden weg, die Seite bleibt, und wer am Donnerstag nachschaut, findet die Karte trotzdem.

Bei der Saisonkarte, etwa zur Spargelzeit oder im Herbst, gilt dasselbe plus Aufräumen: alte Saisongerichte raus, neue mit demselben Etikett „Saison“ markiert, und ein Stand-Datum direkt über der Karte, zum Beispiel „Stand: April 2027“. Das Stand-Datum setzt du bei jedem Wechsel neu. Es zeigt Gästen, dass die Karte gepflegt ist, und dir, wann du zuletzt nachgesehen hast.

Preisliste im Salon und in der Werkstatt

Im Salon fragt neue Kundschaft als Erstes nach dem Preis für einen Schnitt. Steht er nicht auf der Website, ruft ein Teil gar nicht an. Ordne die Liste nach Gruppen (Damen, Herren, Kinder oder Haare, Bart, Kombis), nenne Dauer und Preis in einer Zeile, erkläre Ab-Preise, und setze den Terminweg direkt darunter. In der Werkstatt sind Festpreise seltener; hier helfen Beispielpreise für Standardarbeiten wie Ölwechsel, Reifenwechsel oder HU-Vorbereitung und ein klarer Satz, dass alles andere nach Kostenvoranschlag geht.

In beiden Fällen gehört unter die Liste ein Stand-Datum. Wer alte Preise im Netz stehen lässt, diskutiert sie an der Kasse.

So läuft es bei mir

Auf meinen Websites steht die Karte immer als Text, nach Gruppen geordnet und auf dem Handy gut lesbar. Wie das aussehen kann, zeigt die Karte der Beispielseite Café Lindgrün unter Beispiele. Für Änderungen schickst du mir die neue Karte oder die geänderten Preise per E-Mail. Mehrere Preise in der bestehenden Karte zählen als eine Änderung; drei kleine Änderungen pro Monat sind enthalten. Einen Link zu deinem bestehenden Bestell- oder Lieferdienst setze ich dir. Online-Bestellung oder Online-Bezahlung auf der Website selbst sprechen wir gern ab, das kommt zu den 50 € dazu.

Checkliste für Karte und Preisliste

  • Karte als Text auf der Seite, nicht nur als Foto oder PDF.
  • In Gruppen geordnet, jede Position in einer Zeile: Name, kurze Beschreibung, Preis mit €.
  • Dauer bei Dienstleistungen in derselben Zeile.
  • Ab-Preise mit Begründung, Preisspannen statt nackter Ab-Preise.
  • Kürzel für vegetarisch, vegan und Ähnliches einmal erklärt, Allergenhinweise auffindbar.
  • Anruf, WhatsApp oder Terminlink direkt unter der Liste.
  • Stand-Datum über oder unter der Karte, bei jedem Wechsel neu.
  • Alte Saisongerichte und alte Preise entfernt.
  • Im Google-Profil auf die Kartenseite verlinkt.

Häufige Fragen

Kann ich meine Karte nicht einfach als PDF hochladen?

Technisch ja, aber auf dem Handy ist sie dann schwer lesbar, lädt langsam und wird von Suchmaschinen schlechter erfasst. Als Text auf der Seite ist sie für Gäste und für die Suche besser. Ein PDF kannst du zusätzlich anbieten.

Muss ich Preise überhaupt online nennen?

Ob du musst, klärst du bei deiner Kammer oder Innung. Es hilft aber: Wer Preise sieht, muss nicht erst anrufen.

Wie oft kann ich die Karte ändern lassen?

Drei kleine Änderungen pro Monat sind enthalten. Mehrere geänderte Preise in der bestehenden Karte zählen als eine Änderung. Schickst du einen fertigen Plan für den ganzen Monat, zählt der Tausch als eine Änderung. Wöchentliche Wechsel sprechen wir vorher ab.

Zur Ratgeber-Übersicht

Kostenlose Vorschau

Lieber jemanden, der das übernimmt?

Ich gestalte und betreibe Websites für kleine Betriebe. Deine kostenlose Vorschau kommt in 24 Stunden per Mail, du zahlst erst, wenn du zufrieden bist. Name, E-Mail und Betrieb – das dauert 30 Sekunden.

Kostenlose Vorschau anfragen

Kostenlose Vorschau anfragen
Bitte nenne deinen Namen.
Dorthin schicke ich deine Vorschau. Kein Newsletter.Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse an.
Name und Ort, so finde ich deinen Betrieb sicher.Bitte nenne deinen Betrieb.

Kein Auftrag. Keine Zahlung. Ich melde mich persönlich per E-Mail.

Deine Angaben nutze ich nur für deine Vorschau.