Philipp Steglich Websites für kleine Betriebe

Grundlagen und Funktionen4 Min. Lesezeit

Domain, Hosting und E-Mail-Postfach: einfach erklärt

Von Philipp SteglichStand:

Wer eine Website für seinen Betrieb will, bekommt schnell drei Begriffe um die Ohren: Domain, Hosting, Postfach. Alle drei hängen zusammen, sind aber getrennte Dinge mit getrennten Rechnungen. Wer sie auseinanderhalten kann, trifft bessere Entscheidungen und bleibt unabhängig, auch wenn er später den Anbieter wechselt. Ein einfaches Bild hilft: Adresse, Haus und Briefkasten.

Die Domain ist deine Adresse

Die Domain ist der Name, den jemand in den Browser tippt, zum Beispiel deinbetrieb.de. Sie ist wie die Adresse deines Ladens: Wer sie kennt, findet dich. Du kaufst eine Domain nicht, du registrierst sie für ein Jahr oder länger bei einem Registrar oder Hoster und verlängerst sie dann regelmäßig. Die Gebühr ist meist klein, aber sie fällt jedes Jahr an.

Wichtig ist, auf wen die Domain eingetragen ist. Sie sollte auf dich oder deinen Betrieb laufen, nicht auf eine Agentur, einen Bekannten oder einen früheren Mitarbeiter. Nur dann kannst du später frei entscheiden, wohin die Adresse zeigt. Prüfen kannst du das in der Kundenverwaltung des Anbieters, bei dem die Domain liegt. Wenn du nicht weißt, wo das ist: Die Rechnung für die Domainverlängerung verrät es.

Das Hosting ist das Haus

Deine Website besteht aus Dateien: Texte, Bilder, Seitenaufbau. Diese Dateien müssen irgendwo liegen, und zwar auf einem Rechner, der Tag und Nacht erreichbar ist. Das ist der Server, und der Platz darauf heißt Hosting. Zum Hosting gehört heute auch das Zertifikat für HTTPS, also die verschlüsselte Verbindung mit dem Schloss-Symbol im Browser.

Bei mir läuft deine Website auf Servern in Deutschland, verschlüsselt, ohne Cookies und ohne Werbetracker. Das Hosting ist in meinem Monatspreis enthalten, genauso wie die Gestaltung und die technische Pflege. Was genau dazugehört, steht auf der Seite Leistungen.

Das Postfach ist der Briefkasten

Eine E-Mail-Adresse wie info@deinbetrieb.de gehört zur Domain, braucht aber einen eigenen Dienst: das Postfach. Dort kommen Nachrichten an, dort liegen sie, von dort schickst du Antworten. Das Postfach kann beim gleichen Anbieter liegen wie die Domain, muss es aber nicht. Viele Betriebe haben Domain und Postfach bei einem Hoster und die Website bei jemand anderem. Das funktioniert, weil die Domain für Website und E-Mail getrennte Wegweiser kennt. Wie das beim Wechsel zusammenspielt, erkläre ich im Ratgeber Website wechseln, Postfach behalten.

Ein Postfach unter eigener Domain wirkt auf Kundschaft verlässlicher als eine Freemail-Adresse, und es bleibt dir erhalten, egal wer deine Website betreut. Ich selbst biete kein Postfach an. Domain und E-Mail-Postfach gehören dir, werden separat bezahlt und sind nicht im Monatspreis enthalten.

Warum ich das so trenne

Die Trennung hat einen einfachen Grund: Du sollst nicht von mir abhängig sein. Wenn Domain und Postfach auf dich laufen, kannst du die Website jederzeit woanders hinziehen oder einen anderen Anbieter beauftragen. Deine Adresse und deine E-Mails bleiben, nur das Haus wechselt. Umgekehrt muss ich mich nicht um Postfächer kümmern, die bei anderen Anbietern ohnehin besser aufgehoben sind.

Hast du schon eine Domain, verbinden wir sie mit der neuen Website. Wenn nicht, besprechen wir vor dem Start, welche Adresse zu deinem Betrieb passt und wo du sie registrierst. Die Registrierung machst du selbst oder wir machen sie gemeinsam, so dass sie auf deinen Namen läuft.

Was eine gute Domain ausmacht

  • Kurz und so geschrieben, wie man sie am Telefon buchstabieren würde. Umlaute lieber ausschreiben (ae, oe, ue), weil Umlaut-Domains in E-Mail-Adressen oft Probleme machen.
  • Für einen Betrieb in Deutschland ist .de die naheliegende Endung. Andere Endungen sind möglich, verwirren aber manche Kundschaft.
  • Keine Bindestriche, wenn es ohne geht. Wenn der Name ohne Bindestrich vergeben ist, nimm lieber einen Zusatz wie den Ort: deinbetrieb-wuerzburg.de.
  • Prüfe, ob der Name nicht einer Marke oder einem anderen Betrieb gehört. Das ist kein Rechtsrat, aber ein Blick in die Suche spart Ärger.

Checkliste: Weißt du, was dir gehört?

  • Auf wen ist die Domain eingetragen? Auf dich, deinen Betrieb oder jemand anderen?
  • Bei welchem Anbieter liegt die Domain, und hast du dort Zugangsdaten?
  • Wo liegt dein Postfach, und wer bezahlt es?
  • Wo liegt die Website, und wer hat Zugang zum Hosting?
  • Verlängert sich die Domain automatisch, und ist die hinterlegte Zahlungsart noch gültig?
  • Ist eine Ersatz-E-Mail-Adresse beim Domain-Anbieter hinterlegt, die nicht selbst an der Domain hängt?

Häufige Fragen

Brauche ich für meine Website eine eigene Domain?

Ja, die Website läuft unter deiner Adresse. Hast du schon eine, verbinden wir sie. Wenn nicht, besprechen wir, was du brauchst. Domain und Postfach gehören dir, werden separat bezahlt und sind nicht im Monatspreis enthalten.

Kann ich meine bisherige Domain behalten, wenn ich die Website wechsle?

Ja. Die Domain bleibt bei deinem Anbieter, nur der Wegweiser für die Website wird auf den neuen Server gestellt. Dein Postfach bleibt dabei unberührt, wenn man es richtig macht. Wie das geht, steht im Ratgeber zum Website-Wechsel.

Was passiert mit der Domain, wenn ich bei dir kündige?

Nichts. Die Domain war nie bei mir, sie läuft auf dich. Du stellst den Wegweiser auf den nächsten Anbieter oder lässt dir die Website als statischen Export geben. Die Übergabe stimmen wir persönlich ab.

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